Was sind Aknenarben?

Bei Verletzungen oder Entzündungen der Haut kommt es zu einer Schädigung des natürlichen Aufbaus der Haut. Wird das verletzte oder entzündete Gewebe von Gewebszellen, sogenannten Bindegewebsfasern ersetzt, die nicht der ursprünglichen Gewebsstruktur entsprechen, spricht man von Narbengewebe. Diese Narben können aufgrund von Vertiefungen und Verziehungen sichtbar bleiben. Ein häufiger Grund für die Entstehung von Aknenarben ist die Manipulation an der Haut und den entzündeten Bereichen. Als Faustregel sagt man: Je tiefer die Entzündungsherde der Akne sitzen, umso wahrscheinlicher ist es, dass bleibende Aknenarben entstehen können. Dies ist durch vermehrten Gewebeaufbau bedingt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Wenn die Aknenarben stark eingesunken sind, kann man mit verschiedenen Therapieansätzen versuchen, die Ränder der Naben abzuschleifen. Hierfür stehen folgende Verfahren zur Verfügung:

  • 1. Dermabrasion
    Mithilfe der chirurgischen Hautabschleifung können unschöne Narbenränder angeglichen werden. Die Abfräsung der Haut wird mit hochtourigen Schleifgeräten, Glas- oder Sandpapier durchgeführt, weshalb die Haut bis zu mehrere Wochen gerötet sein kann. In der darauffolgenden Heilphase sollte auf Sonneneinstrahlung verzichtet werden.
  • 2. Mikrodermabrasion
    Feine Kristalle schleifen die Haut oberflächlich ab. Diese Behandlung sollte mehrmals durchgeführt werden. Je oberflächlicher die Narben liegen, umso besser ist das Ergebnis der Mikrodermabrasion. Diese Behandlungsmethode ist sehr nebenwirkungsarm und kann bei oberflächlichen Narben zu einer deutlich verbesserten Haut führen.
  • 3. Tiefes chemisches Peeling
    Das chemische Peeling hilft, die Narbenränder zu ebnen und anzugleichen. Je nach Tiefegrad können drei Arten von chemischen Peelings unterschieden werden:
    • Oberflächliches Peeling:
      Fruchtsäure-Peelings wirken vorwiegend an der Oberfläche der Haut, weshalb sie nebenwirkungsarm angewandt werden können. Nachteil: Sie bewirken lediglich eine geringe Verbesserung des Hautbildes.
    • Mitteltiefes Peeling:
      Der Wirkstoff Trichloressigsäure erzielt in einer bestimmten Konzentration (etwa 30 %) tiefgreifendere Effekte. Hierbei kommt es in den darauffolgenden 10 Tagen zu einer sichtbaren Hauterneuerung. Nachteil: Patienten müssen bei dieser Therapie mit Schmerzen und einer mehrtägigen Ausfallzeit rechnen.
    • Tiefes Peeling:
      Mithilfe eines Phenol-Peelings kann bis in tiefe Hautschichten vorgedrungen werden, was zu deutlichen Veränderungen führt. Nachteil: Dieses Mittel birgt enorme Nebenwirkungen in sich – beispielsweise wirkt es toxisch auf Leber, Herz und Nieren. Zudem ist der Eingriff sehr schmerzvoll, weshalb mittels einer Anästhesie auf Schmerzfreiheit geachtet werden muss. Diese Form des Peelings sollte nur von sehr geübten Anwendern durchgeführt werden.
  • 4. Laser
    Die fraktionierte nicht ablative Laser-Technik, das s.g. Laser Skin Resurfacing ist eine innovative und hautschonende Behandlung von Aknenarben. Das Behandlungsprinzip ist einfach: Der Laser dringt durch die oberste Hautschicht bis in die Unterhaut vor um dort tausende kleine Lichtimpulse als Reihe von Mikrostrahlen abzugeben. Die Applikation des Laserlichts erfolgt nicht, wie bisher, flächig über die ganze Haut, sondern wird auf viele kleine Gewebeareale verteilt (fraktioniert). Dadurch wird der natürliche Heilungsprozess des Körpers angeregt, neues vitales Gewebe aufzubauen. Frisches Kollagen wird produziert und die jungen Hautzellen verleihen Ihnen ein gesundes, sowie natürliches Aussehen. Diese Behandlung ist ebenfalls für Falten, Schwangerschafts- und Dehnungsstreifen sehr gut geeignet.
  • 5. Unterspritzung
    Wenn die Narben oberhalb des Hautniveaus umliegender Hautareale liegen, können sie mit Kortison unterspritzt werden. Das unter der Narbe liegende Fettgewebe bildet sich durch das Kortison zurück und die Narbe sinkt ab.
  • 6. Operation
    Erhabene Narbenwulste können in einem chirurgischen Eingriff abgetragen werden. Durch die Irritation der Haut können allerdings neue Narben gebildet werden, so dass dieser Schritt der Korrektur und Behandlung der Narben ausgiebig geprüft werden muss.


Wieviele Behandlungen sollten durchgeführt werden?

  • 5 Sitzungen in Zeitabständen von jeweils 2 – 4 Wochen
  • Optimales Ergebnis nach 4 – 5 Monaten
  • Gegebenenfalls erneute Durchführung von 5 weiteren Sitzungen im Abstand von 6 Monaten

Wirkweise des fraktionierten Lasersystems:

  • Erst dringt das Laserlicht durch das behandelnde Areal (Falten, Narben, Dehnungsstreifen), dann durch die oberste Hautschicht bis zur Dermis darunter vor.
  • Dort bildet es tausende von kleinen (mikroskopischen) Lichtstrahlen, die Wärme erzeugen (ca. 10.000 Strahlen pro 1 cm²).
  • Durch diese Wärmeerzeugung baut sich das unter der Haut liegende alte Gewebe ab.
  • Diese entstandenen, unter der Haut liegenden, winzigen Gewebeuntergänge stimulieren den Heilungsprozess der Haut.
  • Frisches Kollagen wird produziert und junge Hautzellen bilden sich.
  • Durch diesen Prozess wird die Hautstruktur auf natürliche Weise verbessert.

Im Vergleich zu älteren bekannten Methoden wie Operation, mechanische Abschleifung oder tiefes chemisches Peeling sind die Risiken deutlich niedriger und es treten merklich weniger Komplikationen auf.

Bilder mit freundlicher Genehmigung des Herstellers

Mit welchen Risiken und Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Das Laser Skin Resurfacing bringt ein kosmetisch hochwertiges Resultat. Um dieses Resultat zu unterstützen empfehlen wir folgende Nachbehandlung einzuhalten:

  • Unmittelbar nach der Behandlung können Schwellungen und Rötungen entstehen
  • Der Schorf, der sich nach der Behandlung bildet darf keinesfalls abgezupft werden. Er löst sich von selbst
  • Bitte Sonneneinstrahlung erst einmal meiden und Sonnenschutzcremes mit hohem Sonnenschutzfaktor verwenden
  • Ca. 4 Wochen lang sollten Sie kein Solarium besuchen und keine Selbstbräunungscremes verwenden

Sehr selten kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Sichtbare Narben durch die Laser-Behandlung bleiben äußerst selten
  • Manchmal bilden sich kleine Talg- oder Hornzysten (Milien)
  • Hautverfärbungen können bei zu früher Sonneneinwirkung entstehen, jedoch bleiben diese sehr selten bestehen

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