Die Haut der Augenumgebung ist besonders dünn und zart, wodurch sie dem Prozess des Alterns stärker unterworfen ist als beispielsweise die zehnmal dickere Haut der Arme. Mit der Zeit zeichnen sich feine Fältchen ab, die Lider werden zunehmend von der absinkenden Haut herabgezogen und kleine Polster des Fettgewebes, in welches die Augen eingebettet sind, treten durch die schlaffer werdende Haut und Scheidewand vor ( Tränensäcke ). Durch eine Lidstraffung können überschüssige Haut und Fettpölsterchen im Bereich der Augenpartie entfernt werden. Der Effekt einer Lidstraffung geht jedoch darüber hinaus: Da die Augen ein zentrales Kommunikationsorgan darstellen, entsteht nach der Lidstraffung ein insgesamt jüngerer, frischerer Gesamteindruck. Man sollte sich aber nicht von dem Messer des Chirurgen die ewige Jugend erhoffen.

Im Allgemeinen sind operative Eingriffe an den Augenlidern mit einem besonders niedrigen Risiko behaftet. Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt. Bei einem operativen Eingriff sind jedoch Komplikationen nicht völlig auszuschliessen und im Einzelfall nicht vorhersehbar. Vor jeder Operation steht die umfassende Aufklärung durch den behandelnden Arzt.

Nach der Entscheidung für einen Eingriff sollten Sie sich von beruflichen und privaten Verpflichtungen befreien lassen, undzwar für mindestens eine Woche. Lidstraffungen werden häufig ambulant durchgeführt. Sie sollten nach der Operation auf keinen Fall ein Fahrzeug bedienen. Ruhen Sie sich aus und kühlen den operierten Bereich entsprechend lange.

Der Eingriff wird von mir in Kurznarkose durchgeführt unter Aufsicht eines weiteren Facharztes für Narkosemedizin. Dieser ist während der gesamten Operation anwesend. Im Schnitt dauert die Operation etwa 1,5 Stunden. In Einzelfällen kann die Operation auch länger dauern.

Wann ist der Eingriff sinnvoll?

Die Elastizität der Lidhaut und Lidmuskulatur kann im Verlauf Ihres Lebens, bei Jüngeren auch anlagebedingt, unterschiedlich nachlassen und das Fettgewebe der Augenhöhle kann sich vorwölben. Hierdurch kommt es zu typischen Altersveränderungen wie Fältchen, Schlupflidern, Hängelidern oder sog. Tränensäcken mit Ausblidung einer starken Tränenfurche. Durch die Operation kann überschüssige Haut zur Beseitigung der Fältchen und Schlupflidern sowie das darunter liegende erschlaffte Gewebe (z.B. Muskel) teilweise entfernt oder durch entsprechende Nähte gestrafft werden. Durch eine Verminderung oder Verlagerung des Fettgewebes können die Tränensäcke effektiv behandelt werden.

Von der Erschlaffung sind am häufigsten die Oberlider betroffen, oft jedoch auch die Unterlider. Wenn auch die ursprüngliche Elastizität der Haut nicht vollständig wiederhergestellt werden kann, wird durch die Operation doch meist eine deutliche Verbesserung und Verjüngung Ihres Aussehens erreicht. Neben einer Erschlaffung der Lidhaut können auch weitere Erscheinungen das Aussehen und die Funktion der Lider beeinträchtigen wie z.B. das Absinken der Augenbrauen, starke Gewebeerschlaffung der Wangen und Schläfen, Veränderungen der Lidhebemuskulatur oder auch andere Funktionsstörungen an Nerven, Muskeln und Blutgefäßen.

Wie wird operiert?

Der EIngriff kann in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose erfolgen. Über die eingriffsspezifischen Risiken der Vollnarkose klärt Sie der Narosearzt (Anästhesist) gesondert auf. Vor der operativen Straffung der Augenlider wird Ihr Arzt eine exakte Zeichnung auf der Lidhaut vornehmen, die den Hautüberschuss markiert und ihm während der Operation wichtige Anhaltspunkte zur Entfernung der Haut, Muskulatur und Fettgewebe sowie zur abschließenden Wundnaht gibt. Die Operation kann nicht durchgeführt werden ohne Narben zu hinterlassen. Die Schnittführung verläuft in den natürlichen Hautfalten des Oberlides und gegebenenfalls unterhalb der Wimpern des Unterlides. Lachfältschen und Krähenfüße erfordern auch seitlich des äußeren Augenwinkels 5 bis 10 mm lange Schnitte, die in natürliche Hautspaltliniengelegt werden, damit die Narben später möglichst unauffällig sind. Die natürliche Rötung einer frischen Nahtnarbe verschwindet nach 2 bis 3 Wochen, kann in Einzelfällen aber auch mehrere Monate anhalten.

Gelegentlich empfiehlt es sich, die erschlaffte Unterlidmuskulatur am seitlichen Knochenrand der Augenhöhle anzuheften. dadurch wird eine bessere Muskelfunktion des Unterlides erreicht. Bei tief liegenden Augen kann in manchen Fällen das Fettgewebe am Unterlid verlagert werden, um die eingefallenen Ränder des Unterlides auszugleichen. Auch am Oberlid können Formveränderungen bewusst erzielt werden, die den Augenschnitt und die Lidachse beeinflussen. In geeigneten Fällen kann auch ohne Hautschnitt am Unterlid eine sog. transkonjunktivale Straffung von der Unterlidinnenseite aus erfolgen - dabei wird keine Hautentfernung durchgeführt.

Gibt es Alternativen?

Man kann Unterspritzungen mit Hyaluronsäure im Niveau der Tränenfurche durchführen, um die Tränensackbildung zu reduzieren und zu kaschieren. Die Hayluronsäure in diesem Bereich sollte sorgfältig gewählt werden, damit keine Überkorrekturen stattfinden. Ebenso kann Botox (Botulinumtoxin Typ A) eingesetzt werden, um die Augenbrauen anzuheben und zu liften, und dadurch die Schlupflider zu reduzieren (Schlupflider mit Botox behandeln). Peelings, Laserbehandlungen oder Needlingverfahren können ebenfalls in Erwägung gezogen werden, um Unebenheiten zu verbessern und zu behandeln.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Die Lidstraffung (Blepharoplastik genannt) führt in der Regel zu einer Verjüngung des Aussehens besonders dann, wenn ein Überschuss lockerer Haut oder von Fettgewebsansammlungen beseitigt wird. Die Muskelstraffung kann diesen Effekt unterstützen, der Elastizitätsverlust wird jedoch nicht vollständig behoben, so dass sich erneut feine Lachfältchen im unterlid oder seitlich zur Schläfe bilden können. Sie sind jedoch weniger auffällig als vor der Operation. Seitenunterschiede, die bei jedem Menschen bestehen, können auch nach der Operation einen leicht unterschiedlichen Narbenverlauf oder Hautfältchen bedingen. Gestraffte Lider lassen sich jedoch meistens wesentlich leichter schminken. Wie bei jeder ästhetischen Operation ist es möglich, dass das Ergebnis nicht Ihren Erwartungen entspricht, ja selbst, dass Sie das Ergebnis möglicherweise gegenüber dem Zustand vor der Operation als Verschlechterung empfinden.

Die Kosten für den Eingriff liegen bei 2000 € inklusive OP Saal Benutzung und Kurznarkose.

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